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Offene Fragerunde

Pädagogisches Konzept

So wollen wir an der Aktiven Naturschule lernen.

Klein, jahrgangsgemischt, naturpädagogisch. Geplante Eröffnung zum Schuljahr 2027/28 mit den Klassen 1–6. Später kommen die Klassen 7–9 hinzu. Im Endausbau sollen bis zu 60 Kinder bei uns lernen.

Wiese mit Waldrand im Allgäu, weite Landschaft als Lernraum.

Vision

Lernen mit allen Sinnen

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Wir begleiten Kinder und Jugendliche beim Lernen mit Kopf, Herz und Hand. Schule ist für uns kein Gebäude, sondern ein lebendiger Lernort: drinnen wie draußen, flexibel und erfahrbar. Selbstbestimmung, Neugier und Gemeinschaft stehen im Mittelpunkt. Kinder lernen eigenverantwortlich, lösen Probleme selbstständig und erfahren, dass sie ihre Umwelt aktiv mitgestalten können.

Wir wollen eine anpassungsfähige Schule schaffen, die unterschiedliche Voraussetzungen, Interessen und Lernwege berücksichtigt. Montessori-Pädagogik und Lernorte drinnen wie draußen verbinden wir zu einer vielfältigen, alltagsnahen Lernumgebung.

Schule ist für uns mehr als ein Gebäude. Gelernt wird im Klassenraum ebenso wie auf dem Gemüseacker, an der Feuerstelle oder auf einer Waldlichtung. So werden Natur und Alltag zu regelmäßigen Lernorten.

Das Fundament

Unsere vier Leitprinzipien

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Zum Schuljahr 2027/28 planen wir den Start der Aktiven Naturschule Allgäu mit den Klassen 1–6. Später kommen die Klassen 7–9 hinzu. Die Klassen 1–4 bilden die Grundschule. In den Klassen 5–9 bereiten wir die Schülerinnen und Schüler auf den Hauptschulabschluss vor und ermöglichen ihnen, diesen zu erwerben. Geplant sind jahrgangsgemischte Lerngruppen mit 6–8 Kindern pro Klassenstufe und insgesamt bis zu 60 Schülerinnen und Schülern im Endausbau.

Unser naturpädagogisches Profil beruht auf vier Leitprinzipien. Sie übersetzen unser Leitbild in den Schulalltag und geben Lernen, Zusammenarbeit und Schulentwicklung eine gemeinsame Richtung.

Unser Leitbild: Unsere Schule ermöglicht ganzheitliches, eigenverantwortliches Lernen in einer Kombination von draußenlernen und drinnenlernen. Das Schulleben ist geprägt von Wertschätzung und echter Kommunikation, von der Verantwortung gegenüber sich selbst, der Gemeinschaft und der Umwelt. Ein lebendiger, sicherer Lernort in der Natur, das ist es, was die Aktive Naturschule Allgäu auszeichnet.

  1. Mädchen sitzt allein im Gras und rechnet konzentriert mit einem bunten Abakus.
    01

    Eigenverantwortliches Lernen

    Die Fähigkeit, eigenverantwortlich und selbstorganisiert zu lernen, ist eine Grundvoraussetzung für die aktive Teilhabe an einer zukunftsfähigen Welt. An der Aktiven Naturschule Allgäu steht jedes Kind in seiner Einzigartigkeit im Mittelpunkt: Die Schülerinnen und Schüler gestalten ihren Lernprozess nach dem Prinzip der Montessori-Pädagogik aktiv mit, arbeiten in ihrem eigenen Tempo und entwickeln dabei Konzentration, Selbstbewusstsein und Selbststeuerung. Der Umgang mit Herausforderungen, das Entwickeln von Lösungsstrategien und das Aushalten von Frustration sind dabei ausdrücklich Teil des Lernwegs. Wer einen Lerngegenstand selbst erarbeitet, macht ihn zu seinem eigenen. Wissen verankert sich so nachhaltig.

    „Lass es mich tun, und ich behalte es.“

    Konfuzius
  2. Mädchen hält strahlend einen Setzling in der Hand und pflanzt im Hochbeet.
    02

    Sinnhaftes, interessengeleitetes Lernen

    Kinder lernen am wirkungsvollsten, wenn sie den Sinn eines Lerngegenstands für ihr eigenes Leben erkennen. An unserer Schule soll diese intrinsische Motivation (das Lernen aus innerer Überzeugung, mit Freude und echtem Interesse) der zentrale Antrieb sein. Wer versteht, warum etwas bedeutsam ist, entwickelt nicht nur mehr Ausdauer auf dem Lernweg, sondern auch eine tiefere Wertschätzung für das Gelernte.

    „Das Kind müsste alles, was es lernt, lieben, weil seine geistige und seine gefühlsmäßige Entwicklung miteinander verbunden sind.“

    Maria Montessori
  3. Zwei Mädchen sitzen gemeinsam an einem Baumstamm und schreiben in ihre Hefte.
    03

    Jahrgangsübergreifendes Lernen

    Altersgemischte Gruppen entsprechen dem natürlichen Miteinander in Familie und Gemeinschaft. Ältere Schülerinnen und Schüler festigen ihr Wissen, indem sie Jüngeren etwas erklären, sie begleiten und unterstützen. Und Jüngere verstehen Erklärungen von Gleichaltrigen oft leichter als die eines Erwachsenen. So entsteht echte Gemeinschaft: Verantwortungsgefühl, gegenseitiger Respekt und Kommunikation auf Augenhöhe werden nicht gelehrt, sondern täglich gelebt. Zugleich tritt Konkurrenzdenken in den Hintergrund, weil von Anfang an klar ist: Jede und jeder arbeitet am eigenen Thema, im eigenen Tempo.

  4. Kinderhand hält eine große Weinbergschnecke auf einem grünen Blatt.
    04

    Naturpädagogisches Lernen

    Die Natur ist kein Ausflugsziel, sondern alltäglicher Lern- und Erfahrungsraum. Kinder, die draußen lernen, erleben Lernort und Lerninhalt als Einheit: Abstraktes wird konkret, Wissen verankert sich durch unmittelbare Erfahrung. Naturpädagogisches Lernen kann Bewegung, Wohlbefinden und motorische Erfahrungen unterstützen. Zugleich entstehen authentische Situationen für fachübergreifendes, soziales und emotionales Lernen.

Unsere Werte

Kopf, Herz und Hand. Verwurzelt in der Natur.

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Zehn Werte tragen unsere Schulgemeinschaft. Sie beschreiben, wie wir miteinander, mit den Kindern und mit der Natur umgehen wollen.

01
Vertrauen
Wer eigenverantwortliches Lernen ernst nimmt, muss zuallererst vertrauen: in das Kind, in seinen eigenen Rhythmus, in seine Fähigkeit zu wachsen.
02
Verantwortung
Jedes Kind trägt Verantwortung für sich selbst, füreinander und für die Natur, in der es lebt und lernt.
03
Neugier
Neugier ist eine Haltung, kein Lernziel. Eine Schule, die Natur als Lernraum begreift, lädt Kinder ein, der Welt mit offenen Augen zu begegnen.
04
Wertschätzung
Wir begegnen jedem Kind, allen Menschen in der Schulgemeinschaft und dem Tun der Kinder mit Wertschätzung. Sie ist unsere Grundhaltung, nicht nur eine Geste.
05
Begeisterung
Kinder, die begeistert sind, brauchen keine äußeren Anreize. Sie tauchen ein, forschen, fragen weiter. Begeisterung ist der Antrieb, der von innen kommt.
06
Mut
Mut zum eigenen Weg, zur eigenen Meinung, zum Ausprobieren und Scheitern. Eine Schule, die Kinder zu eigenständigen Persönlichkeiten begleiten will, braucht Mut als gelebten Wert.
07
Zugehörigkeit
Jedes Kind gehört dazu, von Anfang an und ohne Vorbedingung. In der jahrgangsgemischten Gemeinschaft erleben Kinder, dass sie mit ihrer ganzen Persönlichkeit willkommen sind.
08
Natur
Natur ist Lernort, Erfahrungsraum und Wert an sich. Wer als Kind lernt, Natur mit allen Sinnen zu erleben und zu achten, trägt diese Verbindung ein Leben lang in sich.
09
Verbundenheit
Wir fördern Verbundenheit mit der Natur, der Gemeinschaft und dem eigenen Handeln – als Erfahrung, die langfristig trägt.
10
Achtsamkeit
Im Umgang mit der Natur, mit anderen Menschen und mit sich selbst. Achtsamkeit ist die Fähigkeit innezuhalten, wahrzunehmen und mit Bedacht zu handeln.

„In dem Moment, in dem ich einem Kind etwas erkläre, beraube ich es der Chance, es selbst herauszufinden.“

Gerald Hüther

Wie wir Lernen denken

Unser Verständnis von Lernen

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Kinderhände halten Löwenzahnblüten im Gras.

Lernen entsteht im Zusammenspiel von aktiven Lernenden, aufmerksam begleitenden Erwachsenen und einer sorgfältig vorbereiteten Lernumgebung. Den Rahmen für Lernprozesse bilden unsere Leitprinzipien.

Wir möchten Lernwege, Fortschritte und nächste Schritte individuell und nachvollziehbar rückmelden. Wie wir Leistungen bewerten, richtet sich nach den für unsere Schularten geltenden Vorgaben. Kinder haben von Natur aus einen Entdeckergeist und wollen lernen. Sie sollen Freude am Lernen haben und sich diese erhalten.

Unsere Lernformen orientieren sich an Prinzipien der Montessori-Pädagogik und an erprobten Methoden des Lernens in der Natur. Materialien und Aufgaben passen wir so an, dass Kinder vergleichbare Inhalte drinnen wie draußen selbstständig bearbeiten können.

Kinder können viele Lerninhalte leichter verstehen, wenn sie diese anfassen, beobachten, ausprobieren und in Bewegung erfahren.

Unsere Schule gestaltet Lernen erlebnisorientiert, um den Kindern Erfahrungen und damit Lernerlebnisse aus erster Hand zu ermöglichen. Wir geben Lernenden Raum zum selbstständigen Handeln, Erforschen und Nachdenken, statt Lösungen vorwegzunehmen. Diese Haltung knüpft an reformpädagogische Traditionen an und wird durch aktuelle Erkenntnisse ergänzt.

Die Lern- und Arbeitsformen, die für das Lernen als Erfahrungsprozess am besten geeignet sind, haben eine offene Struktur. So können sie sich an den Bedürfnissen der Kinder orientieren, die Art und Weise, wie Kinder Informationen verarbeiten, respektieren und den Kindern ihren Rhythmus lassen. Projekte, Kooperationen und Exkursionen erweitern das Lernangebot unserer Schule.

Bildungsplan & Reformpädagogik

Woran orientiert sich unsere Schule?

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Unsere Schule orientiert sich an den für die jeweiligen Schularten geltenden Bildungsplänen des Landes Baden-Württemberg. Die verbindlichen Kompetenzen und Inhalte bilden den fachlichen Rahmen.

Die vier Leitprinzipien (eigenverantwortliches Lernen, sinnhaftes und interessengeleitetes Lernen, jahrgangsübergreifende Gemeinschaft und naturpädagogisches Erleben) sind keine Alternative zum Bildungsplan, sondern ein pädagogisch begründeter Weg, seine Ziele zu verwirklichen.

Unser pädagogisches Konzept soll Schülerinnen und Schüler dabei unterstützen, die verbindlichen Bildungsinhalte und Kompetenzen zu erreichen. Nach Klasse 4 ist ein Wechsel an eine weiterführende Schule grundsätzlich möglich. Kinder können ihren Lernweg auch in den Klassen 5–9 an der Aktiven Naturschule Allgäu fortsetzen. Dort bereiten wir sie auf den Hauptschulabschluss vor. Die Fortsetzung setzt die entsprechende Genehmigung und die Erfüllung der Aufnahmevoraussetzungen voraus; dazu beraten wir Familien rechtzeitig und individuell.

Darüber hinaus stützen wir uns auf reformpädagogische Ansätze, welche durch Erkenntnisse aus der Neurobiologie sowie der Entwicklungspsychologie ergänzt werden.

Wer uns beeinflusst

  • Maria Montessori
  • Jesper Juul
  • Gerald Hüther
  • Vera F. Birkenbihl
  • Rudolf Steiner
  • Dr. Jakob von Au
  • Dr. Emmi Pikler
  • Resonanzpädagogik nach Hartmut Rosa und Wolfgang Endres

Quellen & Inspiration

Die Inhalte dieser Seite sind in eigenen Worten formuliert. Inhaltlich stützen wir uns unter anderem auf folgende Werke und Konzepte:

  • Jakob von Au: Lehrbuch Draußenschulpädagogik. Band 1: Grundlagen. Beltz, Weinheim/Basel 2025.
  • Dr. Manfred Borchert: Kinder können in Freiheit lernen. In: Klaus Amann, Tilmann Kern, Nicola Kriesel (Hrsg.): Freie Schule gründen (BFAS). Ein Handbuch in 15 Bausteinen. Books on Demand, Norderstedt 2023.
  • Jakob von Au u.a.: Resonanzpädagogik in der freien Natur. Draußen lernen, Horizont erweitern. Beltz Verlag, Weinheim 2025.
  • Stiftung SILVIVA (Hrsg.): Draußen unterrichten. Das Praxishandbuch für die Grundschule. hep verlag ag, Bern 2019.
  • Pädagogisches Konzept der freien Schule Brigach
  • natürlich-lernen-wir.de/konzept

Ein Tag bei uns

Rhythmisierung des Schulalltags

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Kinder können ab 7:30 Uhr in Ruhe ankommen. Um 8:45 Uhr beginnt der gemeinsame Morgenkreis; die erste Lernzeit startet um 9:00 Uhr.

  1. 7:30 – 8:45Gleitzeit: ankommen, freies Spiel, Frühstück
  2. 8:45 – 9:00Gemeinsamer Morgenkreis in der Natur: spüren, wahrnehmen, Ritual
  3. 9:00 – 11:15Lernzeiten – Block
  4. 11:15 – 11:45Gemeinsame Bewegungspause in der Natur
  5. 11:45 – 13:15Lernzeiten – Block
  6. 13:15 – 14:00Raum für mögliche AGs

Nächster Schritt

Schulplatz & Aufnahmeverfahren

Wer sein Kind anmelden möchte, findet auf der Anmeldeseite das Aufnahmeverfahren, die Beiträge und einen Rechner, mit dem sich das Schulgeld transparent abschätzen lässt.